BEVOR SIE UNS BESUCHEN
SAISON FÜR BERGSTEIGER
Ecuador bietet das ganze Jahr über großartige Möglichkeiten zum Bergsteigen. Die optimale Zeit für eine Bergtour sind die Monate Juli bis September aber auch
Dezember bis Januar. Während dieser Monate ist das Wetter in Ecuador trockener als gewöhnlich und es sind dadurch auch mehr wolkenlose, klare Tage zu erwarten als an den restlichen Tagen des Jahres. Nichtsdestotrotz ist es wichtig zu wissen, dass sich das Klima in Ecuador in den letzten Jahren generell verändert hat. Kurze Regenphasen zeigen sich unerwartet während des Sommers also der normalerweise „trockenen Monate“. Andererseits kann heißes, windiges Wetter auftreten, wenn eigentlich Regenfälle prognostiziert wurden. Das Wetter in Ecuador wechselt aufgrund der unmittelbaren Nähe zum feuchten Amazonasgebiet sehr schnell. Wie auch immer, in den Bergen herrschen weitgehend optimale Bedingungen zum Bergsteigen. Einzig die Luftfeuchtigkeit oder leichte Winde sind die am ehesten auftretenden Unannehmlich-keiten.
Wichtiger als die Jahreszeit ist aber die „richtige Tagzeit“ an der man zur Bergtour aufbricht. Man sollte jeden schneebedeckten Gipfel vor 8 Uhr morgens erreichen, sodass auch der Abstieg noch vor der Mittagszeit beendet werden kann. Wird der Schnee von der Sonne erwärmt, so steigt damit auch die Gefahr für einen Lawinenabgang. Eine weitere Erklärung für einen frühen Gipfelsturm ist auch, dass lose Felsstücke in der Eisschicht (die sie bedeckt) festgefroren sind und durch die Wärmeinwirkung der Sonne können sich diese Felsbrocken aus dem Eis lösen und als Steinschlag abgehen. Weiters ist es in der Nacht und am frühen Morgen generell sehr klar und wolkenlos, während sich etwaige Wolken gewöhnlich erst ab der Mittagszeit bilden. Also ein weiterer Grund für einen „Aufstieg im Schutze der Nacht“. Das Wetter tendiert dazu bei Vollmond besonders geeignet für einen komplikationslosen Bergsieg zu sein.
AUSRÜSTUNG
Bei den meisten Fünftausendern in Ecuador ist man mit Schnee- bzw.
Gletscherbedingungen konfrontiert. Obwohl die Gletscher mit einer besorgnis-erregenden Geschwindigkeit schmelzen, sind sie glücklicherweise am Chimborazo, Cotopaxi, Antizana, Cayambe, Iliniza Sur, Sangay und Altar noch immer vorhanden.
Um diese Berge zu besteigen ist schon auf den „normalen Aufstiegsrouten“ eine vollständige Schnee und Gletscherausrüstung notwendig.
Benötigte Ausrüstung:
- Plastik- oder Lederschuhe
- Steigeisen
- Klettergurt
- Eispickel
- Goretex-Jacke- und Hose sowie Goretex-Handschuhe
- Gamaschen
- Sonnenbrillen mit 100% UV-Schutz
- Stirnlampe
- Schutzhelm
- warme Thermokleidung
- Thermoflasche
Weiters benötigt man zum Übernachten in den Schutzhütten einen Schlafsack (dort gibt’s Matratzenlager). Für manche Berge ist auch Camping-Zubehör notwendig, vor allem wenn man denAntizana, Sangay oder Altar besteigen möchte (beides ist oftmals in unseren Preisen inkludiert).
Wenn sie mit unserer Agentur, also einem unserer Bergführer, unterwegs sind, so stellen wir die technische Ausrüstung wie Seile, Karabiner, etc. gerne zur Verfügung.
Der Altar ist einer der schwierigsten Berge in Ecuador. Er beinhaltet verschiedene Routen die zu den schwersten der Welt gezählt werden dürfen. Eine vollständige technische Ausrüstung ist erforderlich und das „Bergsteigerische Können“ muss absolut exzellent sein.
Niedrigere Berge wie z.B. der Pasochoa, Pichinchas, Imbabura, Cotacachi, Fuya-Fuya, Mojanda, Rumiñahui, Corazon, Sincholagua, Iliniza Norte verlangen ebenfalls gute Trekking-Schuhe und eine wasser- bzw. windfeste Kleidung.




AKKLIMATISATION
Die Akklimatisation ist ein wichtiger Prozess, den der Einzelne benötigt, um nicht den Folgen einer Höhenkrankheit zu erliegen. Eine Höhenkrankheit entsteht, wenn man zu schnell auf ungewohnte Höhen aufsteigt. Der beste Weg eine Höhenkrankheit zu umgehen ist, dass man ein oder zwei Tage damit verbringt, sich gemächlich an die zum Gipfelsieg benötigte Höhe heranzutasten. So kann sich der Körper nach und nach an die steigende Höhe gewöhnen.
Auch wenn man sich bei der Ankunft am Flughafen in Quito bereits 2.850 Meter über dem Meeresspiegel befindet, ist diese Höhe, verglichen mit den Bergen die es dort zu besteigen gilt, immer noch relativ niedrig. Die meisten verspüren bei ihrer Ankunft in Quito nicht mehr als ein wenig Kopfschmerzen eventuell begleitet von einer vorüber-gehenden Kurzatmigkeit.
Begibt man sich aber auf eine Höhe die über der von Quito (2.850m) liegt, so kann es passieren dass sich noch andere Probleme zeigen, hervorgerufen durch die ungewohnte Höhe z.B. Appetitverlust, Übelkeit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit oder ein schneller, unregelmäßiger Puls. Diese Symptome sind bekannt als AMS (akute Höhenkrankheit/Acute Mountain Sickness).
Wenn man bedenkt, dass die Berge in den Anden hinsichtlich ihrer Höhe, weltweit an 2. Stelle liegen (viele der Gipfel befinden sich oberhalb von 6000 m) und Sie möchten nun einen dieser Berge erklimmen, so ist es doch sehr empfehlenswert 2-3 Nächte in einer Höhe von 3.000m zu verbringen um eine optimale Höhenanpassung zu erreichen. Ihr Körper gewinnt dadurch eine bessere Kondition und ist bereit die weiteren Anstrengungen in höheren Gebieten gut zu verkraften.
Beispielsweise ist Quito (2.850m) ein sehr guter Platz um mit dem Prozess der Akklimatisation zu beginnen. Quito bietet neben netten Cafes und Restaurants die einfach zum Relaxen oder zum Genießen der ecuadorianischen Küche einladen, auch die Gelegenheit für verschiedene Aktivitäten in der näheren Umgebung der Stadt. Es bieten sich Mountainbike-Touren, Trekkingtouren sowie Bergtouren zu nahe gelegenen und etwas weniger hohen Bergen oder aber auch der Besuch von traditionellen Siedlungen, die einen Einblick in die vielseitige Kultur der Anden ermöglichen.
Generell gilt, dass eine gute körperliche Fitness ebenso vorteilhaft ist, wie einige Nächte auf 4.000 m Höhe, damit eine optimale Vorbereitung für einen eventuellen Höhenanstieg auf über 6.000m gewährleistet werden kann.
Ein weiterer wichtiger Schlüssel für einen guten und erfolgreichen Akklimatisations-prozess ist, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Leitungswasser ist in Ecuador nicht zum Trinken geeignet, da es einen sehr hohen Chlorgehalt aufweist. Empfehlenswert ist es, in Flaschen abgefülltes Wasser zu kaufen und dieses zu trinken.
Ist der Körper einmal gut akklimatisiert, so erleichtert dies das Klettern, Bergsteigen und auch alle andere Trekking-Ausflüge. Man kann alle diese Aktivitäten, ohne unnötige Quälerei, einfach nur genießen.




SICHERHEIT
Reisen in den Anden ist vor allem in den von Touristen oft besuchten Bereichen sehr sicher. In städtischen Bereichen sollte man dennoch vorsichtig sein, genauso wie man es in jeder anderen Großstadt auch sein sollte. Das heißt:
Gehen Sie nachts nicht zu Fuß nach Hause, sondern lassen Sie sich ein Taxi rufen.
Vermeiden Sie dunkle, menschenleere Straßen. Haben Sie dennoch Lust die Stadt „im Flair der Nacht“ zu erkunden, so lassen Sie sich von einem einheimischen Fremdenführer begleiten.
Achten Sie auf ihre Kamera und Ihren Rucksack, wenn Sie einen der besonders sehenswerten, aber oft auch sehr überfüllten Märkte besuchen.
Lassen Sie Ihren Pass, Ihre Flugtickets oder andere Wertgegenstände sicherheits-halber in Ihrem Hotel-Safe zurück.
Nehmen Sie nur so viel Geld mit, wie Sie denken zu brauchen, wenn Sie das Hotel verlassen.
Quito ist eine Großstadt und all diese Vorsichtsmaßnahmen würde man Ihnen auch beim Besuch jeder anderen Großstadt empfehlen. Das Reisen in ländlichen Gebieten ist sicherer.
hre persönliche Sicherheit ist für uns von besonderer Wichtigkeit. Bestens ausgebildete Berg- und Fremdenführer, beste Qualität unserer Ausrüstung sowie eine gute überlegte und geplante Reiseroute stellen die Grundlage für alle unsere Unternehmungen dar.
Für alle geplanten Unternehmungen möchten wir unseren Kunden empfehlen, eine individuelle Reiseversicherung abzuschließen, um etwaigen Unannehmlichkeiten vorzubeugen.